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Kleine Geschichten aus Sanas Universum
Sanfte Herzensgeschichten über Gefühle, Mut und das Licht, das jedes Kind in sich trägt – zum Lesen, Vorlesen und Innehalten.
Erzählung für Kinder · liebevoll erzählt 1. SANA und das Herz, das das Universum ruft Eine Geschichte über die Verbindung des Herzens mit dem Universum, Trost und liebevolles Licht.
Die ganze Geschichte · 2:36 Minuten
Es war einmal ein kleines Lichtwesen namens SANA,
das aus einem leuchtenden Sternenreich kam.
Ihre Flügel schimmerten in allen Farben des Regenbogens,
und auf ihrer Stirn glitzerte ein winziger Stern.
Eines Tages besuchte sie die Erde,
um ein ganz besonderes Kind zu treffen – dich.
Weißt du
, flüsterte SANA,
als sie neben dir im Gras saß,dein Herz kann mit dem Universum sprechen.
Du schaust sie mit großen Augen an.
Echt? Wie denn?
SANA lächelt
und berührt mit einem Finger sanft deine Brust,
genau da, wo dein Herz schlägt.
Wenn du etwas ganz fest fühlst –
wie Freude, Dankbarkeit
oder einen Wunsch, der aus deinem Herzen kommt –
dann sendet dein Herz Lichtstrahlen ins Universum.
Sie schließt die Augen
und plötzlich siehst du es auch:
Aus deinem Herzen steigen bunte Lichtwellen auf,
leuchten in Rosa, Blau und Gold,
und tanzen hoch in den Himmel – bis zu den Sternen.
Das Universum hört diese Lichtstrahlen
, sagt SANA.
Es antwortet mit Liebe.
Vielleicht nicht sofort, aber es antwortet – immer.
Du fühlst eine warme Kraft in dir.
Und was passiert mit traurigen Gefühlen?
, fragst du leise.
SANA nimmt deine Hand.
Auch die dürfen da sein.
Das Herz sendet sie als leise Wellen.
Und weißt du was?
Das Universum umarmt sie.
Es schickt Trost zurück –
durch Träume,
durch Menschen,
durch Licht.
Du nickst. Und plötzlich weißt du:
Dein Herz ist verbunden.
Mit allem. Für immer.
SANA zwinkert dir zu,
schwebt auf
und verschmilzt mit dem Sternenlicht.
Doch du spürst:
Sie ist nie ganz weg –
sie fliegt immer mit deinem Herzlicht.
Vorlesegeschichte · mit sanften Pausen Sana und das Licht der Entscheidung Eine Geschichte darüber, dem eigenen inneren Licht zu vertrauen.
Lottas Aufnahme · 2:27 Minuten
Du standst an einer Weggabelung –
nicht draußen,
sondern in dir.
Zwei Möglichkeiten.
Zwei Richtungen.
Zwei Gefühle.
Und du wusstest nicht:
Wohin soll ich gehen?
Da erschien SANA,
ganz sanft,
wie ein Hauch von Sternenstaub.
Manche Entscheidungen fühlen sich schwer an
,
sagte sie,weil du glaubst,
du könntest falsch wählen.
Pause
Du schaust sie an.
Und stimmt das?
Kann ich falsch entscheiden?
SANA lächelt.
Nein. Nicht wirklich.
Denn in dir gibt es ein Licht,
das weiß, was gut für dich ist.
Du musst es nur leuchten lassen.
Sie zeigt dir dein Inneres –
wie eine goldene Kammer,
in deren Mitte ein kleines Licht flackert.
Das ist dein inneres Ja
,
flüstert SANA.
Wenn du ruhig wirst,
kannst du spüren,
welcher Weg dieses Licht heller macht.
Sanfte Pause
Du spürst in dich hinein.
Der eine Weg fühlt sich eng an,
schwer, irgendwie dunkel.
Der andere –
nicht unbedingt leichter –
aber wärmer.
Lebendiger.
Weiter.
Das ist das Licht der Entscheidung
,
sagt SANA.
Es lebt nicht im Kopf,
sondern im Herzen.
Du atmest tief ein
und plötzlich weißt du:
Nicht, was sicher ist.
Nicht, was andere erwarten.
Sondern:
Was dich leuchten lässt.
SANA nimmt deine Hand.
Egal wie du wählst –
ich bin bei dir.
Erzählung für Kinder · liebevoll erzählt Sana und die Herzflügel deiner Gefühle Eine Geschichte darüber, dass alle Gefühle da sein dürfen und uns tragen können.
An einem Tag,
an dem deine Gefühle Achterbahn fuhren,
kam SANA zu dir.
Du warst traurig.
Dann wütend.
Dann wusstest du gar nicht mehr,
was du fühlst.
Du saßt einfach da –
dein Herz war schwer.
Und genau in diesem Moment
schwebte SANA durch dein Fenster,
sanft wie ein Sonnenstrahl.
Sie setzte sich zu dir,
legte ihren Kopf schief
und lächelte.
Ich sehe deine Gefühle
,
sagte sie.Und weißt du was?
Sie sind wie Flügel.
Du schaust verwundert.Gefühle? Flügel?
SANA nickt.
Ja.
Manche flattern wild –
wie die Wut.
Andere sind ganz schwer –
wie die Traurigkeit.
Und manche fliegen hoch
wie die Freude.
Sie zeigt auf ihr Herz –
und dort, aus dem Inneren,
öffnen sich Flügel.
Sie bestehen aus Licht
und Farben,
und sie flattern,
je nachdem, was sie fühlt.
Auch du hast Herzflügel
,
sagt SANA.Du kannst sie vielleicht nicht sehen –
aber sie spüren alles.
Du legst deine Hand auf dein Herz.Und wenn ich traurig bin?
SANA flüstert:
Dann tragen sie dich.
Langsam.
Still.
Aber sicher.
Bis du wieder fliegen kannst.
Du spürst ein leises Zittern
in deiner Brust.
Deine Herzflügel beginnen zu schlagen.
Nicht schnell.
Aber sie bewegen sich.
SANA streckt ihre Hand aus,
und gemeinsam fliegt ihr ein kleines Stück –
durch Gedanken, durch Tränen,
bis hin zur Leichtigkeit.
Deine Gefühle machen dich nicht schwächer.
Sie geben dir Flügel.
Erzählung für Kinder · liebevoll erzählt SANA und die Kristalle deiner Träume Eine Geschichte darüber, den eigenen Träumen zu glauben und ihr Licht im Herzen zu bewahren.
Die Geschichte zum Anhören · 3:01 Minuten
An einem besonders stillen Abend
flog SANA durch das weite Universum.
Sie trug einen kleinen Beutel aus Sternenstaub,
und jedes Mal, wenn sie lächelte,
leuchtete er in sanften Farben.
Heute wollte sie einem Kind auf der Erde etwas zeigen –
dir.
Du saßt gerade auf deinem Bett,
die Decke bis zur Nase gezogen.
In deinem Kopf schwirrten Träume und Gedanken durcheinander.
Da blinkte plötzlich ein zartes Licht am Fenster –
und SANA war da.
Ich bin gekommen, um dir etwas Magisches zu zeigen
,
sagte sie leise.
Sie öffnete ihren Beutel
und zog einen kleinen, funkelnden Kristall heraus.
In jedem Kind wachsen Kristalle im Herzen
,
erklärte sie.
Sie speichern deine Träume, Wünsche und Gedanken.
Ganz leise, ganz fein – und voller Licht.
Du schaust sie an.
In mir wachsen Kristalle? Wie sehen sie aus?
SANA hält ihre Hände über dein Herz –
und du siehst sie plötzlich:
kleine, leuchtende Kristalle in Rosa, Türkis und Gold.
Sie funkeln,
wenn du an etwas Schönes denkst.
Manche Kristalle sind ganz still
,
sagt SANA,sie warten darauf, dass du ihnen glaubst.
Wenn du träumst und vertraust,
fangen sie an zu leuchten.
Und sie helfen dir,
deine Träume zu leben.
Du staunst.
Und wenn ich meine Träume vergesse?
SANA streicht dir sanft über die Stirn.
Dann schlafen sie ein –
aber sie sind immer noch da.
Und wenn du sie wieder findest,
werden sie heller als je zuvor.
Du legst deine Hand auf dein Herz
und spürst die Wärme.
Die Kristalle darin tanzen.
Verlier deine Träume nie
,
sagt SANA,denn sie sind die Sprache deiner Seele.
Dann fliegt sie leise davon,
hinterlässt eine kleine Spur aus glitzerndem Licht –
und du weißt:
Ein Traumkristall hat heute Nacht in dir geleuchtet.
Erzählung für Kinder · liebevoll erzählt SANA und die Sternenfamilie Eine Geschichte über Zugehörigkeit, Verbundenheit und das Licht, das niemals allein ist.
In einer klaren Nacht,
als die Sterne besonders hell funkelten,
flog SANA durch das Universum.
Sie lachte leise,
denn heute wollte sie einem Kind
ein großes Geheimnis verraten –
dir.
Du lagst in deinem Bett
und hattest das Gefühl,
dass du irgendwie anders bist als die anderen.
Bin ich hier richtig?
,
hattest du gedacht.Gehöre ich überhaupt dazu?
Da erschien SANA,
leise wie ein Lichtwind,
und setzte sich an dein Kopfkissen.
Du bist nie allein
,
sagte sie.
Denn du gehörst zu einer großen Familie:
der Sternenfamilie.
Du blinzelst.
Was ist das?
SANA deutete nach oben.
Siehst du die Sterne dort am Himmel?
Jeder von ihnen ist wie ein Bruder oder eine Schwester.
Sie kennen dein Licht.
Und sie funkeln dir Mut und Liebe zu.
Sie nahm deine Hand
und zeigte dir ein unsichtbares Band –
ein silberner Faden,
der von deinem Herzen
bis in den Himmel reichte.
Dieser Faden verbindet dich
mit allen Wesen,
die wie du leuchten.
Du bist Teil von etwas ganz Großem.
Aber manchmal fühle ich mich allein
,
sagst du.
SANA nickt.
Das passiert.
Aber die Sternenfamilie vergisst dich nie.
Sie spricht mit dir –
in Träumen,
in Zeichen,
in einem plötzlichen warmen Gefühl.
Oder durch einen Menschen,
der dir genau zur richtigen Zeit begegnet.
Du atmest tief ein
und plötzlich fühlst du es –
eine Wärme,
eine Verbindung.
Du gehörst dazu.
Du bist ein Sternenkind.
Und dein Licht fehlt,
wenn du nicht leuchtest.
SANA lächelt
und streicht dir über die Stirn.
Dann fliegt sie leise davon,
und in deinem Traum
lächeln dir hundert Sterne zu.
Vorlesegeschichte für Kinder · liebevoll erzählt Die ZwiebelAngst Eine Geschichte über die vielen Schichten der Angst und das warme Licht von SANA.
Die Angst-Zwiebel und das Licht von SANA
Eines Abends saßen ein kleiner Junge, die kleine Angst und SANA auf einer alten Mauer und schauten in den Sternenhimmel.
Der Himmel war tiefblau, voller funkelnder Sterne, und irgendwo leuchtete sogar Saturn.
Neben ihnen saß auch die große Angst.
Sie war viel größer als die kleine Angst.
Und sie sah ein bisschen aus, als hätte sie viele weiche Schichten um sich herum – fast wie eine Zwiebel.
Aber sie war keine Zwiebel.
Sie war eine Angst mit vielen Geschichten in sich.
Der kleine Junge schaute sie lange an und fragte leise:Warum bist du so groß?
Die große Angst seufzte.Weil ich viele Schichten trage
, sagte sie traurig.Jede Schicht ist etwas, das einmal wehgetan hat.
Ein Schreck.
Ein lautes Wort.
Ein trauriger Moment.
Ein Alleinsein.
Ein Erlebnis, das zu groß war.
Die kleine Angst nickte.Manchmal bin ich nur ganz klein
, sagte sie.Dann bin ich einfach nur ein Gefühl, das kurz auftaucht.
Aber wenn ein Kind viele schwere Dinge erlebt hat, dann bekomme ich immer mehr Schichten dazu.
Und dann werde ich groß.
Der kleine Junge sah die große Angst an.
Jetzt verstand er ein bisschen mehr.
SANA rückte näher und leuchtete ganz warm.Die Schichten sind nicht böse
, sagte SANA sanft.Sie sind wie Schutzmäntel.
Sie sind entstanden, weil das Kind irgendwie weiterleben musste.
Die Angst wollte helfen.
Sie wollte aufpassen.
Sie wollte sagen:
Sei vorsichtig. Pass gut auf dich auf.
Aber sie fühlt sich so schwer an
, flüsterte der Junge.
Ja
, sagte SANA.Schwere Angst braucht Zeit.
Man kann sie nicht einfach wegwerfen.
Aber man kann sie verstehen.
Und wenn Licht, Liebe, Ruhe und Hilfe dazukommen, dann wird eine Schicht nach der anderen weicher.
Die kleine Angst hob ihren leuchtenden Universumsfinger und zeigte nach oben zu den Sternen.Schau
, sagte sie,selbst in der dunkelsten Nacht gibt es Lichtpunkte.
Die große Angst spürte das warme Licht von SANA.
Und zum ersten Mal an diesem Abend merkte sie, dass sie nicht alleine war.
Der Junge lächelte ganz vorsichtig.Dann muss man vor der großen Angst also keine Angst haben?
SANA schüttelte sanft den Kopf.Nein.
Man darf sie anschauen.
Man darf sie ernst nehmen.
Und man darf ihr helfen.
Denn tief innen, unter all den Schichten, lebt immer noch ein weiches Herz.
Und so saßen sie noch lange zusammen auf der Mauer:
der Junge,
die kleine Angst,
die große Angst mit ihren vielen Schichten
und SANA, das warme Licht.
Und über ihnen funkelte das Universum,
als wollte es sagen:
Alles darf da sein.
Und alles darf langsam heilen.
Vorlesegeschichte für Kinder · liebevoll erzählt Smilla, Sana und der kleine Mut beim Zahnarzt Eine Geschichte darüber, Angst auszusprechen, Pausen einzufordern und Schritt für Schritt mutig zu sein.
Im Wartezimmer hatte Smilla aus bunten Bausteinen eine kleine Liege gebaut. Sana lag auf dem Rücken dicht über ihrem Kopf.
Smilla schloss die Augen. In ihrem Bauch flatterte es.
Sana
, flüsterte sie, ich habe Angst.
Ich bin bei dir
, wisperte Sana. Magst du mir erzählen, wovor?
Ich weiß nicht, was der Zahnarzt macht. Und vielleicht tut es weh.
Sana hörte zu.
Dann fragen wir ihn. Du darfst sagen, was dir Angst macht und was du brauchst.
Smilla legte eine Hand auf ihr kleines Kuscheltier. So blieben sie einen Moment liegen.
Als ihr Name aufgerufen wurde, nahm sie Sana fest in den Arm. Mama ging mit.
Wir gehen zusammen
, flüsterte Smilla in Sanas weiches Fell.
Im Behandlungszimmer hielt sie Sana dicht an sich.
Ich habe Angst
, sagte sie.
Der Zahnarzt setzte sich zu ihr und zeigte ihr seinen kleinen Spiegel. Damit möchte ich zuerst deine Zähne anschauen.
Und wenn ich eine Pause brauche?
Dann hebst du die Hand, und ich halte an.
Sana durfte auf Smillas Bauch liegen. Unter ihren Fingern fühlte sich das vertraute Fell weich und warm an.
Schritt für Schritt
, flüsterte Sana.
Smilla öffnete den Mund. Der Zahnarzt schaute vorsichtig hinein. Nach einem Moment hob sie die Hand.
Er hielt an.
Smilla atmete aus und drückte Sana sanft an sich.
Er hat auf mich gehört
, flüsterte sie.
Ja
, antwortete Sana. Du hast ihm gezeigt, was du brauchst.
Nach einer Pause war Smilla bereit, den nächsten Zahn anschauen zu lassen.
Später fragte sie: Sana, kommst du beim nächsten Mal wieder mit?
Natürlich.
Smilla lächelte. Dann gab sie ihrem kleinen Begleiter einen Kuss zwischen die großen Augen.
Erzählung für Kinder · liebevoll erzählt SANA und die Lichtfunken deiner Gedanken Eine Geschichte darüber, wie Gedanken zu Lichtfunken werden und mit Liebe ihre Kraft entfalten.
SANA saß auf einem goldenen Lichtstrahl
und beobachtete die Erde von oben.
Sie lächelte,
denn sie konnte etwas sehen,
was viele Menschen nicht sehen:
Gedanken –
wie kleine Lichtfunken,
die durch die Luft tanzten.
Heute wollte sie einem Kind zeigen,
wie stark seine Gedanken wirklich sind.
Dir.
Du warst gerade in deinem Zimmer
und hast vor dich hingeträumt.
Manche Gedanken waren fröhlich.
Andere eher schwer.
Plötzlich –
ein leiser Glitzerschimmer am Fenster:
SANA!
Darf ich dir etwas zeigen?
,
fragte sie mit einem warmen Lächeln.
Du nickst.
SANA hält ihre Hände an deinen Kopf –
und sofort siehst du es:
Bunte Lichtfunken fliegen aus deinem Kopf in die Luft.
Die fröhlichen leuchten hell.
Die traurigen flackern ein wenig.
Aber alle fliegen.
Deine Gedanken sind wie Funken
,
sagt SANA.
Sie fliegen ins Universum
und berühren Dinge,
Menschen,
und sogar dich selbst.
Du staunst.
Meine Gedanken können etwas verändern?
SANA nickt.
Ja.
Ein liebevoller Gedanke
macht die Welt heller.
Ein trauriger Gedanke darf auch fliegen –
aber wenn du ihn umarmst,
wird er weich
und wandelt sich.
Du siehst einen kleinen, grauen Funken –
du umarmst ihn innerlich.
Er wird rosa
und beginnt zu glitzern.
Siehst du?
, flüstert SANA.
Du bist ein Lichtdenker.
Und jeder deiner Gedanken
hat Kraft.
Du lächelst.
Und in diesem Moment
steigen goldene Funken von deinem Kopf in den Himmel.
Gedanken aus Licht.
Aus Liebe.
Aus dir.
Kleine Zwiebelgeschichte · mit dem kleinen Anaro Die Zwiebelangst möchte mitspielen Eine kleine Geschichte darüber, sich Begleitung zu wünschen und gemeinsam den ersten Schritt zu wagen.
Die Zwiebelangst stand am Rand der Wiese. Die anderen spielten Ball.
„Blödes Spiel“, murmelte sie.
Der kleine Anaro blieb neben ihr stehen.
Nach einer Weile fragte er: „Würdest du gern mitspielen?“
Die Zwiebelangst zog die Schultern hoch.
„Vielleicht.“
Dann wurde ihre Stimme ganz leise.
„Aber wenn ich den Ball nicht fange? Und wenn sie über mich lachen?“
Anaro setzte sich ins Gras. Jetzt verstand er: Hinter dem „blöden Spiel“ steckte eine Sorge. Und darunter noch eine.
Wie Schichten einer Zwiebel.
„Soll ich mit dir hingehen?“, fragte er.
Die Zwiebelangst nickte.
Zusammen gingen sie bis zum Rand des Spielfelds.
„Dürfen wir mitmachen?“, fragte sie.
Dabei hielt sie Anaros Hand noch ganz fest.
Ich darf mir Begleitung wünschen, wenn etwas schwer ist.
Kleine Zwiebelgeschichte · mit dem kleinen Anaro Die Zwiebelangst und der blaue Klecks Eine kleine Geschichte über ein Missgeschick, einen blauen Wal und die Freude am Weitermachen.
Platsch!
Ein dicker blauer Tropfen fiel mitten auf das Bild der Zwiebelangst.
Sie starrte ihn an.
„Jetzt habe ich alles kaputt gemacht.“
Schnell wollte sie das Blatt zusammenknüllen.
„Warte“, sagte der kleine Anaro. „Magst du es erst einmal hinlegen?“
Eine Träne kullerte über ihre Wange.
„Ich wollte, dass es schön wird.“
„Du hast dir viel Mühe gegeben“, sagte Anaro und rückte näher.
Eine Weile schauten sie den Klecks an.
Dann drehte die Zwiebelangst das Blatt ein bisschen.
„Sieht der aus wie ein Wal?“
Anaro legte den Kopf schief.
„Ein ziemlich dicker.“
Die Zwiebelangst musste kichern. Vorsichtig malte sie eine Schwanzflosse dazu.
Heute wurde aus ihrem Bild etwas anderes, als sie geplant hatte.
Auch wenn mir etwas misslingt, bin ich genauso liebenswert.
Kleine Zwiebelgeschichte · mit dem kleinen Anaro Die Zwiebelangst braucht noch einen Moment Eine kleine Geschichte darüber, das eigene Tempo zu finden und zu sagen, was man braucht.
„Bist du so weit?“, fragte der kleine Anaro.
Die Zwiebelangst saß auf der untersten Treppenstufe. Neben ihr standen ihre Schuhe.
Heute wollten sie zum ersten Mal die neue Spielgruppe besuchen.
„Mein Bauch ist noch nicht so weit“, flüsterte sie.
Anaro stellte seine Tasche ab.
„Darf ich mich zu dir setzen?“
Sie nickte.
Eine Weile sagten beide nichts.
„Was wäre jetzt hilfreich?“, fragte Anaro schließlich.
Die Zwiebelangst überlegte.
„Dass du bei mir bleibst. Und dass wir erst mal nur schauen dürfen.“
„Das sagen wir gleich am Eingang.“
Die Zwiebelangst schlüpfte in einen Schuh. Dann in den anderen.
Ihr Bauch kribbelte noch.
Aber jetzt wusste sie, was sie dort sagen wollte.
Ich darf sagen, was ich brauche, und in meinem Tempo beginnen.
Erzählung für Kinder · liebevoll erzählt SANA und der Quantenwürfel des Lichts Eine Geschichte über den leuchtenden LuminoSana-Cube, Trost und die Kraft der Verwandlung im eigenen Herzen.
In der Tiefe des Universums
trägt SANA ein besonderes Geheimnis mit sich –
einen leuchtenden Würfel,
der aussieht,
als wäre er aus Licht und Gold gemacht.
Er ist der LuminoSana-Cube,
und er hat eine ganz besondere Kraft:
Er kann alles, was dunkel ist,
in Licht verwandeln.
Eines Nachts
spürte SANA,
dass ein Kind auf der Erde
etwas Schweres im Herzen trug.
Du.
Dein Herz war voll –
mit Fragen, Zweifeln oder vielleicht auch Kummer.
Und so kam SANA.
Sie erschien nicht mit Donner und Blitz,
sondern still.
Wie ein warmer Gedanke.
Sie setzte sich neben dich
und legte den Würfel in deine Hand.
Er war klein.
Warm.
Und er vibrierte ganz leicht.
„Das ist der Quantenwürfel“,
flüsterte sie.
„Er spürt, was du trägst –
und wandelt es in Licht.“
Du schaust sie an.
„Auch meine Angst? Auch meine Traurigkeit?“
SANA nickt.
„Gerade die.
Denn im Innersten jeder dunklen Emotion
liegt ein Licht, das nur darauf wartet,
freigegeben zu werden.“
Sie berührt den Würfel –
und du siehst:
Dein Kummer verwandelt sich
in ein leuchtendes Muster,
wie ein goldener Schmetterling.
„Du kannst ihn immer rufen“,
sagt SANA.
„Der Quantenwürfel ist Teil deines Herzens.
Du brauchst ihn dir nur vorstellen.
Dann arbeitet er – ganz still –
für dein Licht.“
Du spürst eine Erleichterung.
Nicht, weil alles plötzlich verschwunden ist –
sondern weil du weißt:
Du bist nicht allein.
Und du trägst die Kraft der Verwandlung in dir.
SANA lächelt,
der Würfel leuchtet sanft –
und du beginnst zu strahlen.
Erzählt von Lotta Sissi Die Geschichte vom kleinen Einhorn Eine leuchtende Waldlichtung, die Fledermaus Kiki und ein Einhornschrauber voller Überraschungen.
Erzählt von Lotta Sissi
Die vollständige Erzählung · 25:59 Minuten
Zum Mitlesen – behutsam aufgeschrieben nach Lottas freier Erzählung.
Auf der großen Lichtung
Auf einer riesigen Lichtung lebte ein kleines Einhorn. Es war ungefähr zehn Jahre alt. Manche fanden, dass es schon groß war. Aber für seine Mutter blieb es natürlich das kleine Einhorn.
Die Lichtung war so groß wie viele, viele Fußballfelder. Hier lebten auch die Freunde des Einhorns, und jeder hatte etwas ganz Besonderes an sich.
Der Garten des kleinen Einhorns war allein schon so groß wie ein Fußballfeld. Ganz in der Nähe wohnte Affi. Affi hatte einen Hochseilgarten gebaut – mit immer neuen Strecken, auf denen man klettern und balancieren konnte. Inzwischen waren es schon hundert Bahnen! Weil er so viele Ideen hatte, brauchte er immer mehr Platz für seinen Garten.
Das kleine Einhorn durfte sich Strecken aussuchen. Am liebsten wählte es die schwierigsten. Zum Klettern gehörten natürlich die Sicherheitssachen: ein Helm und ein Karabiner, der am Seil befestigt wurde.
Auch das Einhorn selbst hatte eine besondere Eigenschaft. Seine Augen konnten leuchten. So konnte es im Dunkeln gut sehen – und am Tag natürlich auch.
Eine Prinzessin mit Freunden
Das kleine Einhorn lebte mit seiner Mutter in einem Schloss. Seine Mutter war sehr reich. Doch so viel Geld sie auch besaß: Liebe hatte sie noch viel mehr.
Vielleicht würde die Mutter eines Tages sogar Königin werden. Dann wäre das kleine Einhorn eine Prinzessin!
Aber seine Mutter sagte: „Wenn du eine Prinzessin wirst, sollst du trotzdem dein ganz normales Leben behalten. Sonst könntest du ja nicht mehr mit deinen Freunden spielen. Das wäre doch schade.“
„Ja, ja, ja! Ich will mit meinen Freunden spielen!“, rief das kleine Einhorn.
Eines Tages dachte es daran, die kleine Fledermaus zu besuchen. Die wohnte ebenfalls auf der Lichtung, in einem kleinen Baumhaus.
Zu Besuch bei Kiki
Das Baumhaus der Fledermaus war klein und leuchtete wunderschön. Überall hingen Lichterketten in den verschiedensten Farben. Die Fledermaus hatte sie passend für ihr Zuhause gemacht. Mit einer großen Fernbedienung an der Wand konnte sie die Lichter steuern.
Auch ihr Bett war besonders. Sie musste sich erst daran gewöhnen, beim Schlafen nicht mehr kopfüber zu hängen. Wenn sie nicht einschlafen konnte, ließ sich das Bett nach oben schieben und einrasten.
Das kleine Einhorn fand das großartig.
Die Fledermaus hieß Kiki. Und Kiki liebte Wasser.
„Ich gehe jeden Tag schwimmen“, erzählte sie. „Hier gibt es ein neues Schwimmbad!“
Davon hatte das kleine Einhorn noch gar nichts gehört.
„Ach, wirklich?“
„Ja! Wir können uns doch morgen verabreden und zusammen hingehen“, schlug Kiki aufgeregt vor.
„Gerne!“, sagte das kleine Einhorn. „Ich habe sogar einen Bikini extra für Einhörner. Und ein wasserdichtes Einhorntelefon!“
Überhaupt war beim kleinen Einhorn fast alles mit Einhörnern. Sogar sein ganz besonderes Fahrzeug.
Der fantastische Einhornschrauber
Dieses Fahrzeug hieß Einhornschrauber. Das war kein Akkuschrauber, der wie ein Einhorn aussah. Nein – mit diesem Einhornschrauber konnte man fliegen!
Er war bunt, und aus ihm konnten Regenbögen strömen. Wer gerade keinen Regenbogen wollte, stellte ihn einfach aus und flog ganz normal weiter. Er konnte auch Wasser versprühen – warmes oder kaltes – und Seifenblasen machen. In dieser Fantasiewelt waren sogar Feuer, Lava und kleine Bäume möglich, die sich in die Erde pflanzten.
Und das waren längst nicht alle Überraschungen.
Im Einhornschrauber gab es Plätze für vier Tiere. Wenn mehr Freunde mitkommen wollten, ließen sich daraus acht Plätze machen. Die Sitze konnten sich verändern und sogar zu passenden Stühlen für Menschen werden.
Hinten befand sich ein gemütliches Zimmerchen. Dort konnte man spielen, essen, trinken, fernsehen und noch viele andere Dinge tun. Die Sitze ließen sich zurückklappen und in Betten verwandeln. Sie wurden sogar ein wenig größer, damit man bequem liegen konnte.
Überall gab es Glas, durch das man nach draußen schauen konnte. Wenn man lieber seine Ruhe haben wollte, drückte man einen Knopf, und die Vorhänge gingen zu.
Aus dem Zimmerchen konnte auch ein Badezimmer, eine Küche oder ein Esszimmer werden. Es ließ sich vergrößern, sodass Platz für eine Feier oder eine Disco entstand. Man konnte darin eine Höhle bauen oder sogar einen kleinen Spielplatz einrichten.
Nach unten ließ der Einhornschrauber auf Wunsch eine Leiter, eine Rutsche, ein Seil oder einen kleinen Aufzug heraus. Auch draußen konnte ein Spielplatz entstehen. Ein einfacher war schnell fertig. Für einen mit besonders viel Action musste man ein kleines bisschen länger warten.
Der Einhornschrauber konnte außerdem Beine und Arme ausfahren, sogar Finger! Seine Flügel konnten ihre Form ändern, und auch die Farbe des Glases ließ sich wechseln.
All das hatte das kleine Einhorn zu seinem zehnten Geburtstag bekommen. Es gab wirklich unglaublich viel zu entdecken.
Bäume, die Musik machen
Die Lichtung war überhaupt ein besonderer Ort. Dort lebten sogar die Bäume.
Wenn es regnete, zogen sie ihre Blätter dicht zusammen. So blieb es darunter schön geschützt und gemütlich.
Manchmal machten die Bäume auch bei einer Party mit. Sie trommelten an die Baumstämme und ließen ihre Blätter laut rascheln. Auf diese Weise konnten sie sogar Rockmusik spielen!
Zwischen all den riesigen Bäumen gab es auch eine Stadt. Ihre Hochhäuser waren unvorstellbar hoch. Doch die Bäume ragten noch weit darüber hinaus. In dieser Welt war vieles viel größer, als man es sich zuerst vorstellen konnte.
Bis morgen, kleine Fledermaus!
Das Einhorn und Kiki hatten gespielt und sich so viel erzählt, dass es inzwischen spät geworden war.
„Wir sollten langsam schlafen gehen“, meinte Kiki.
Da klingelte auch schon das Telefon des kleinen Einhorns: „Ding, ding, ding!“
Es war seine Mutter. Sie rief es nach Hause zum Essen.
„Ja, Mama, ich komme!“, antwortete das kleine Einhorn.
Es strahlte, aber gleich darauf wurde es ein bisschen traurig. Es wäre gern noch bei Kiki geblieben.
„Entschuldigung, ich muss jetzt schon gehen.“
„Das ist nicht schlimm“, sagte die kleine Fledermaus. Trotzdem ließ sie ihre langen Ohren etwas sinken. Auch sie fand es schade, dass ihr Besuch schon zu Ende war.
„Bis morgen!“
„Bis morgen, kleine Fledermaus! Ach, bevor ich gehe: Kannst du mir noch deine Telefonnummer geben?“
„Natürlich!“
Obwohl der Weg nach Hause kurz war, nahm das kleine Einhorn seinen Einhornschrauber. Unterwegs erzählte es seiner Mutter von der Verabredung zum Schwimmen. Der Einhornschrauber konnte von selbst lenken, während es sich auf den nächsten Tag freute.
Ein Tag im Wasser
Am nächsten Morgen machte sich das kleine Einhorn bereit. Es packte seine Badesachen, sein Handtuch und seine Taucherbrille ein. Natürlich passte auch die Taucherbrille zu einem Einhorn. Den Einhornbikini durfte es ebenfalls nicht vergessen.
Im Schwimmbad waren viele Besucher. Zuerst musste das Einhorn seine Freundin suchen. Dann entdeckte es Kiki!
Gemeinsam sprangen sie mit einem großen Platscher ins Wasser. Eine „Tierbombe“ nannten sie das hier. Schließlich lebten auf der Lichtung vor allem Tiere.
Die beiden schwammen, lachten und hatten großen Spaß. Von nun an wollten sie immer wieder zusammen schwimmen gehen. Manchmal sogar am Abend, denn das Schwimmbad hatte sehr lange geöffnet. So lange mussten sie aber gar nicht bleiben: Auch kleine Einhörner und Fledermäuse brauchen irgendwann ihren Schlaf.
Nach einem solchen Abend ging das kleine Einhorn ganz gemütlich nach Hause. Seine Mähne und sein Schweif waren vom Baden noch feucht und trockneten nach und nach.
Schließlich kuschelte sich das kleine Einhorn in sein Bett.
Hier dürfen nach und nach weitere kleine Geschichten ihren Platz finden.